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Kompetenzerwerb in Erster Hilfe an der Johann-Peter-Ring- Grundschule Ottmaring

Veröffentlicht am 07.06.2016
16 Jungen und Mädchen der Grundschule Ottmaing haben sich vom Roten Kreuz zu Juniorhelfern ausbilden lassen.
In Kleingruppen übten die Juniorhelfer Verbände, die Schocklage und die Betreuung des Patienten
In Kleingruppen übten die Juniorhelfer Verbände, die Schocklage und die Betreuung des Patienten

Rotes Kreuz bildet 16 Mädchen und Jungen aus den Klassen 3 / 4 zu Juniorhelfern aus
Friedberg (oh) „Bei 112 kommt Hilfe schnell herbei!“, rufen die Mädchen und Jungen der Juniorhelfer AG im Chor, wenn ihr Ausbilder Michael Weiß vom Roten Kreuz Friedberg sie fragt, welche Nummer sie bei einem häuslichen Notfall sofort wählen müssen. Außer einem fachgerechten Notruf abzusetzen haben die 16 Mädchen und Jungen aus der Kombiklasse 3 / 4 a und c in den acht Ausbildungsmodulen gelernt, wie man einen Fingerverband anlegt, Verletzte beruhigt und tröstet, blutende Wunden stillt und für den Wärmeerhalt des Patienten sorgt. Sie übten die richtige Lagerung bei Schock und die entspannte Lagerung eines Kindes mit Bauchschmerzen. In kleinen Teams lernten sie die notwendigen Handgriffe und Vorgehensweisen bei verschiedenen  Notfallsituationen, so auch der Umgang mit Verbrennungen. „Es hat mich einfach interessiert, was ich tun muss, wenn zum Beispiel meine Mama von der Leiter fällt und bewusstlos daliegt.“ begründet Emily ihr Engagement, sich noch nach dem eigentlichen Unterricht zur Juniorhelferin ausbilden zu lassen. Jetzt weiß sie es und kann gezielt helfen, wenn in der Schule oder daheim so was passiert. Und Felix hat jetzt einen festen Berufswunsch: „Ich will mal Notfallsanitäter werden, denn es ist einfach gut, wenn man anderen richtig helfen kann.“
Das Konzept des Juniorhelfers ergänzt die Kompetenzerwartungen, welche der Lehrplan fordert. Im Juniorhelferkurs wird die Begegnung mit der Ersten Hilfe und der Unfallverhütung in erweiterter Form ermöglicht. „Ich war erstaunt, dass sich gleich 30 Kinder für die Juniorhelfer AG gemeldet haben, obwohl der Kurs nach dem normalen Unterricht stattfindet und die Kinder so einen Teil ihrer Freizeit dafür opfern müssen. Nun haben wir in einer ersten Runde 16 der Kinder bereits ausgebildet und bis zu den großen Ferien lernen 14 weitere Juniorhelferinnen und –helfer die grundlegenden Maßnahmen für die Erste Hilfe“ , erklärt die Schulleiterin Marianne Weiß.
 Nach der Ausbildung dürfen dann die Juniorhelfer in der Pause mit ihren gelben Westen mit dem Roten Kreuz und dem Juniorhelfersymbol Dienst machen und Mitschülerinnen und Mitschüler versorgen, wenn sie sich verletzen. Dass sie dazu in der Lage sind, konnte sich auch Bereitschaftsleiter Tobias Reif von der Bereitschaft Friedberg überzeugen. Zum Abschluss des ersten Lehrgangs kam er mit dem Sanka, erklärte den Kindern dessen Einrichtung und auch den Defibrillator. An einer Puppe konnten sich die kleinen Helfer davon überzeugen, dass sich die Reanimation eines Kindes rasch erlernen lässt und der Einsatz eines Defis auch für Laien kein Problem ist. Einige Mamas und Papas verfolgten interessiert die Übung auf dem Pausenhof. Einstimmiges Urteil: „Es wäre wohl nicht schlecht, einen Erste-Hilfe Kurs zu besuchen, damit man bei häuslichen Notfällen weiß, was zu tun ist.“ Übrigens haben sich auch die Lehrerinnen an der Ottmaringer Grundschule in Erster Hilfe wieder fit gemacht.  An einem Samstag haben sie neun Unterrichtsstunden lang ihr Erste-Hilfe-Wissen vom Roten Kreuz auffrischen lassen.

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